Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist erstmals nach Saudi-Arabien
gereist. In der Hauptstadt Riad hat er sich am Mittwochabend
mit Kronprinz Mohammed bin Salman getroffen. Das mehrstündige Gespräch
ist laut deutscher Seite "herzlich und offen" verlaufen. Anschließend
ist der Bundeskanzler nach Katar und in die Vereinigten Arabischen
Emirate weitergereist. Am Golf will der Kanzler neue strategische
Partnerschaften aufbauen. Hintergrund ist die wachsende Unsicherheit in
den transatlantischen Beziehungen, insbesondere unter US-Präsident
Donald Trump. Wie genau könnte eine solche Partnerschaft aussehen? Und
welche Rolle spielen dabei Demokratie und Menschenrechte? Diese und
weitere Fragen beantwortet Fabian Reinbold. Der politische Korrespondent
der ZEIT begleitet den Bundeskanzler auf seiner Reise.
Russland und die Ukraine haben in Abu Dhabi eine weitere Runde
von Verhandlungen über ein Ende des Krieges abgeschlossen. Beide Seiten
sprachen von einem "produktiven Treffen". An den Gesprächen hat auch der
US-Sondergesandte Steve Witkoff teilgenommen. Zu Beginn der Runde hat
Russland erneut seine Gebietsansprüche auf den Donbass formuliert.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, die Angriffe würden andauern, bis
die Regierung in Kyjiw entsprechende Entscheidungen treffe. Von einem
Frieden sind Russland und die Ukraine also immer noch weit entfernt,
zumindest haben die beiden Länder sich auf einen Austausch von 314
Gefangenen geeinigt.
Außerdem im Update:
- Russland hat einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau
zur persona non grata erklärt und ausgewiesen. Das russische
Außenministerium bezeichnete dies als "symmetrische Antwort" auf die
Ausweisung eines russischen Diplomaten aus Berlin am 22. Januar.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nennt das Vorgehen
Russlands "völlig inakzeptabel" und ohne sachliche Grundlage.
- Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in der Nähe von
Kaiserslautern fordert das Personal der Deutschen Bahn mehr
Schutzmaßnahmen. Die Eisenbahngewerkschaft Eisenbahn- und
Verkehrsgewerkschaft fordert unter anderem verpflichtende Bodycams
für Zugpersonal, mehr Sicherheitspersonal sowie Doppelbesetzungen
bei Fahrscheinkontrollen.
- Der private Einsatz von Streusalz auf Berliner Gehwegen ist ab
sofort wieder verboten, nachdem der Naturschutzbund Deutschland
(Nabu) erfolgreich dagegen geklagt hatte. Grünen-Politikerin Ricarda
Lang bezeichnete die Entscheidung als realitätsfern und verwies auf
ältere Menschen, die aus Angst vor Stürzen ihre Wohnungen nicht mehr
verließen.
Und sonst so? Florida ist zu kalt für Leguane
Moderation und Produktion: Azadê Peşmen
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Washington, D. C.: Trump verteidigt saudischen Kronprinzen bei dessen
Besuch in den USA
Friedrich Merz: Man begegnet sich "herzlich und offen"
Friedrich Merz in Saudi-Arabien: Friedrich Merz strebt strategische
Partnerschaft mit Golfstaaten an
Livestream: Deutscher Bundestag: Live: Friedrich Merz spricht über das
Verhältnis zu den USA
Regierungserklärung von Friedrich Merz: Merz distanziert sich von Trump
– Opposition will mehr Druck auf USA
Menschenrechte: Hinrichtungen von Ausländern in Saudi-Arabien nehmen zu
Ukraine-Verhandlungen: Wenigstens reden sie
Ukrainekrieg: Zweite Runde der trilateralen Ukrainegespräche hat
begonnen
Krieg in der Ukraine: US-Sondergesandter Witkoff traf Russlands
Präsident Putin in Moskau
Ukrainekrieg: Trilaterale Ukrainegespräche in Abu Dhabi beendet
Deutsche Bahn: Tödliche Faustschläge im RE4131
Deutsche Bahn: Mehr als 3.000 Angriffe auf Bahnmitarbeiter im
vergangenen Jahr
Rheinland-Pfalz: Zugbegleiter nach Angriff bei Ticketkontrolle gestorben
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Nach Ausweisung eines russischen Diplomaten: Russland weist deutschen
Diplomaten aus
Glätte in Berlin: Brrrrrrrlin
Glätte: Gericht in Berlin stoppt privaten Einsatz von Streusalz
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