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    Millionen für Kulturprojekte und ein politischer Rücktritt

    24/04/2026 | 10min
    Berlins parteilose Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson hat ihren Rücktritt
    angekündigt und den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) um ihre
    Entlassung gebeten. Anlass ist ein Bericht des Berliner
    Landesrechnungshofs, der bei der Vergabe von Fördermitteln für Projekte
    gegen Antisemitismus schwere Rechtsverstöße und Versäumnisse feststellt.
    Bereits zuvor hatte Wedl-Wilson ihren Staatssekretär Oliver Friederici
    entlassen. Ihren Rücktritt begründet sie mit politischer Verantwortung
    und dem Ziel, weiteren Schaden im Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus
    in Berlin abzuwenden. Was wird ihr konkret vorgeworfen, und welche
    Folgen hat der Rücktritt – auch für die Berliner CDU? Darüber spricht
    Raoul Löbbert, Redakteur im Kulturressort der ZEIT, im Podcast.

    Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future ruft bundesweit zu Protesten
    gegen die Energiepolitik der Bundesregierung auf. In rund 60 Städten
    demonstrieren Aktivistinnen und Aktivisten am »Gas-Aktionstag« vor
    Rathäusern sowie Parteibüros von CDU und SPD. Vorab kritisierte die
    Bewegung die CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Aktivistin
    Carla Reemtsma wirft ihr vor, mit ihrer Politik fossile Konzerne zu
    begünstigen und die Energiewende auszubremsen. Kritik kam vor allem
    wegen Plänen für Gaskraftwerke auf, die künftig die Stromversorgung
    absichern sollen, und die derzeit noch regierungsintern abgestimmt
    werden. Petra Pinzler, Korrespondentin in der Hauptstadtredaktion der
    ZEIT, ordnet im Podcast ein, welche Rolle Fridays for Future heute noch
    in der Klimadebatte spielt. 

    Außerdem im Update: 

    - Bundestag und Bundesrat haben die Senkung der Mineralölsteuer sowie
    eine steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte beschlossen: 
    - Der Tankrabatt soll ab dem 1. Mai für zwei Monate gelten und die
    Spritpreise um rund 17 Cent pro Liter senken – wobei noch unklar
    ist, wie genau sich das auf die Preise an den Tankstellen auswirken
    wird.
    - Die Entlastungsprämie erlaubt Arbeitgebern bis Ende Juni 2027,
    freiwillige, steuerfreie Zahlungen von bis zu 1.000 Euro an
    Beschäftigte zu leisten.

     

    Und sonst so? Ein Berliner Platz erinnert künftig an die jüdische
    Widerstandskämpferin Eva Mamlok

     

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Elise Landschek

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Marco Fründt

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

     

    Weitere Links zur Folge:

    Fördermittelaffäre: Kai Wegner entlässt Berliner Kultursenatorin Sarah
    Wedl-Wilson

    Klimaschutz: Fridays for Future wirft Katherina Reiche Kungelei mit
    Gaslobby vor

    Liveblog: Irankrieg

    Entlastungspaket: Bundestag stimmt für Tankrabatt und steuerfreie
    Entlastungsprämie

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  • Was jetzt?

    Eine Klimakonferenz der Willigen

    24/04/2026 | 13min
    Ab heutigem Freitag treffen sich im kolumbianischen Santa Marta
    schätzungsweise rund fünfzig Staaten erstmals zu einer Konferenz, bei
    der es nur um den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas gehen soll. Die
    Regierungskonferenz wird von Kolumbien und den Niederlanden gemeinsam
    ausgerichtet – aus Frust über die Ergebnisse der COP29 in Aserbaidschan
    und auch bei der COP30 im brasilianischen Belém 2025. Dort verhinderten
    einige Staaten, dass der Fossilausstieg als zentrale Voraussetzung von
    Klimaschutz festgeschrieben wurde. Rund 90 Prozent aller
    Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit entstehen durch die Verbrennung
    von Kohle, Öl und Gas. Der ZEIT Wissen-Redakteur Stefan Schmitt spricht
    im Podcast über die Konferenz.

    Am vergangenen Wochenende hat der spanische Ministerpräsident Pedro
    Sánchez zu einer sozialdemokratischen Strategiekonferenz nach Barcelona
    eingeladen. Die »Global Progressive Mobilisation« sollte der Linken den
    Weg aus ihrer Krise weisen – mit der Konzentration auf
    Wirtschaftsfragen. Mehr als 4.000 Menschen haben daran teilgenommen,
    darunter waren etwa 100 Politiker aus 40 Ländern, Wissenschaftler und
    weitere Gäste. Wie wollen die Linken in Zukunft also wieder
    erfolgreicher werden? Der politische Korrespondent der ZEIT, Robert
    Pausch, war in Barcelona dabei.

    Und sonst so? Teure Cockpit-Selfies zum Abschied.

     

    Moderation und Produktion: Roland Jodin

    Redaktion: Moses Fendel

    Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Transitioning-away-Conference: Organisierter Entzug

    Abschluss der Klimakonferenz: Das fossile Zeitalter endet, nur der Plan
    fehlt

    COP30: Diese Klimakonferenzen können wir uns sparen

    Linke Konferenz in Barcelona: Themen für den Küchentisch

    Politische Linke: So einfach ist es nicht

    Die Linke: Über die Chancen einer neuen linken Politik

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  • Was jetzt?

    Schah-Sohn Pahlavi sucht Unterstützung in Berlin (Update)

    23/04/2026 | 10min
    Reza Pahlavi ist erstmals zu politischen Gesprächen in Berlin, um für
    die Unterstützung der iranischen Opposition zu werben. Treffen mit
    Mitgliedern der Bundesregierung sind nicht geplant. Pahlavi wirft dieser
    vor, im Umgang mit dem iranischen Regime zu nachgiebig zu sein und den
    Dialog mit ihm zu verweigern. Innerhalb der iranischen Opposition ist
    seine Rolle umstritten: Während einige Gruppen ihn unterstützen,
    kritisieren andere ihn unter anderem wegen einer möglichen Rückkehr zur
    Monarchie und seiner Haltung zum Krieg der USA und Israels. Begleitet
    wird sein Besuch von Demonstrationen in Berlin. Welche Stimmung dort
    herrscht, berichtet ZEIT-Volontär Omid Rezaee.

    Auf Zypern treffen sich die Staats- und Regierungschefs der EU zu einem
    informellen Gipfel. Per Video zugeschaltet ist auch der ukrainische
    Präsident Wolodymyr Selenskyj, der über die aktuelle Lage im Krieg in
    der Ukraine berichtet. Weitere Themen sind die Auseinandersetzungen
    zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon sowie die Situation
    im Iran. Kurz vor dem Gipfel haben die USA und Iran ihre Waffenruhe
    verlängert. Die EU-Staaten sind nicht direkt an den Verhandlungen
    beteiligt. Wie und wo sich europäische Staaten aber beteiligen könnten,
    erklärt Johanna Roth, Auslandskorrespondentin der ZEIT.

    Außerdem im Update: Im Landtag von Sachsen-Anhalt haben CDU, SPD, Grüne,
    FDP und Linke eine Reform verabschiedet, die demokratische Institutionen
    stärken soll. Ziel ist es, Blockaden zu verhindern und die
    Funktionsfähigkeit von Parlament und Verfassungsgericht zu sichern. Die
    AfD kritisiert die Änderungen als undemokratisch.

     

    Und sonst so? Das ist das Pressefoto des Jahres

     

    Moderation und Produktion: Helena Schmidt

    Redaktion: Moses Fendel

    Mitarbeit: Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

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    Weitere Links zur Folge: 

    Unruhen in Iran: "Mehrheit will ein säkulares Regierungssystem"

    Sohn des letzten Schahs: Reza Pahlavi kritisiert Bundesregierung für
    Haltung zum Regime im Iran

    Israel-Iran-Krieg: "Europa ist den Menschen im Iran in den Rücken
    gefallen"

    Führung im Iran: Wer im Iran jetzt um Macht kämpft

    Krieg in der Ukraine: Selenskyj befürchtet durch Irankrieg weitere
    Engpässe bei Flugabwehr

    Ukrainekarte aktuell: Ukrainische Soldaten befreien offenbar Andrijiwka

    Israel und Libanon: Reden über die Hisbollah, ohne die Hisbollah

    Liveblog: Irankrieg: Folgen des Irankriegs vergrößern laut UN die
    weltweite Armut deutlich

    Iranverhandlungen: Ausweg dringend gesucht

    Parlamentsreform in Sachsen-Anhalt: Im Zweifel für die Demokratie

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    Landtagsreform in Sachsen-Anhalt: Stärkt das den Staat – oder die AfD?

    23/04/2026 | 12min
    Im Landtag von Sachsen-Anhalt wollen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke an
    diesem Donnerstag eine Reform zum Schutz demokratischer Institutionen
    beschließen. Hintergrund ist die Landtagswahl im September und die
    Möglichkeit eines Wahlsiegs der AfD, die einen grundlegenden politischen
    Umbau angekündigt hat. Die AfD kritisiert die Reform und sieht sich
    dadurch benachteiligt. Die anderen Parteien sagen dagegen, dass die
    Änderungen der allgemeinen Stabilität demokratischer Strukturen dienen
    sollen. Wie sinnvoll die Reform sein kann, ordnet ZEIT-Redakteur
    Martin Nejezchleba ein.

    Das britische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf
    von Zigaretten und E-Zigaretten an alle ab dem 1. Januar 2009 geborenen
    Menschen dauerhaft verbietet. Das Rauchen selbst bleibt erlaubt, ebenso
    der Kauf von Vapes. Gesundheitsminister Wes Streeting spricht trotzdem
    von einem »historischen Moment« und einer künftigen rauchfreien
    Generation. Großbritannien ist eines der ersten Länder weltweit, das ein
    solches generationsbezogenes Tabakverbot einführt. Wie das Gesetz in der
    Praxis funktionieren kann, erklärt Ingo Arzt, Redakteur im
    Gesundheitsressort der ZEIT.

    Und sonst so? Wie man Fußballgeschichte schreibt: Marie-Louise Eta im
    Exklusivinterview

     

    Moderation und Produktion: Rita Lauter

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Marco Fründt, Celine Yasemin Rolle

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    Weitere Links zur Folge: 

    Wahlumfragen zu Landtagswahlen: So schneiden die Parteien in den
    Bundesländern derzeit ab

    Bundesverfassungsgericht: Bundesrat stimmt Reform zum Schutz des
    Verfassungsgerichts zu

    AfD-Wahlprogramm Sachsen-Anhalt: Sanfter Ton, radikale Pläne

    Bundesverfassungsgericht: Resilienz light

    AfD Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalts AfD beschließt Wahlprogramm

    Demokratie in Deutschland: Mutig sein – auch wenn es schmerzt

    Rauchstopp: Das Mittel, mit dem die Zigarette einfach nicht mehr kickt

    Tabakverbot in Großbritannien: Britisches Parlament verabschiedet Gesetz
    für Verbot von Tabakverkauf

    Tabakkonsum: Warum Sie genau heute mit dem Rauchen aufhören sollten

    Genussmittel als Gesundheitsrisiko: Die Menschen wollen das so? Bullshit

    Rauchverbot: Verbotsunkultur, wohin man blickt

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    Glaubt der Kanzler noch an die Rente? (Update)

    22/04/2026 | 12min
    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Montag, die gesetzliche
    Rentenversicherung werde »allenfalls noch die Basisabsicherung« fürs
    Alter sein. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf kündigte daraufhin
    »erbitterten Widerstand der Sozialdemokratie« an. Warum die Regierung
    streitet und was das für Arbeitnehmer bedeutet, beantwortet Mark
    Schieritz, Leiter des Politikressorts der ZEIT.

    US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit dem Iran verlängert,
    bis laufende Gespräche in Pakistan abgeschlossen seien. In den
    vergangenen Wochen hatte er wiederholt mit extremen militärischen
    Angriffen auch gegen zivile Infrastruktur gedroht. Ob hinter dem
    ständigen Hin und Her irgendeine Strategie steckt, analysiert Juliane
    Schäuble, USA-Korrespondentin der ZEIT.

    Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die erste
    Militärstrategie der Bundeswehr vorgestellt: Russland wird als größte
    Bedrohung für die Nato benannt, die Bundeswehr soll auf 460.000
    Soldatinnen und Soldaten wachsen — mit mehr Präzisionswaffen und
    stärkeren Kapazitäten im Cyberraum. Die Details des Dokuments sind
    geheim.

    Ungarn hat seine monatelange Blockade des EU-Hilfspakets für die Ukraine
    beendet, zehn Tage nachdem Viktor Orbán die Parlamentswahl verloren
    hatte. Die EU kann jetzt ein Darlehen von insgesamt 90 Milliarden Euro
    auf den Weg bringen, dazu ein neues Sanktionspaket gegen Russland. Was
    das für die Ukraine bedeutet, erklärt Uli Ladurner,
    Auslandskorrespondent der ZEIT in Brüssel.

    Transparenzhinweis: In der ersten Veröffentlichung dieser Folge haben
    wir Matthias Miersch versehentlich als SPD-Vorsitzenden bezeichnet.
    Tatsächlich ist er Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Wir haben
    den Fehler korrigiert.

    Und sonst so? Schweden gucken Elchen beim Wandern zu.

    Moderation und Produktion: Hannah Grünewald

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Benjamin Probst und Marco Fründt

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Weitere Links zur Folge:

    Altern in Deutschland: »Soziale Ungleichheit erhöht sich im Alter«

    Rendite der Rente: Wie viel zahle ich ein – und was krieg ich an Rente
    raus?

    Iranverhandlungen: Ausweg dringend gesucht

    Militärstrategie der Bundeswehr: »Die USA sind auch auf uns angewiesen«

    Niederlage von Viktor Orbán: Bricht jetzt die rechte Welle?

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